| GERMAN | ENGLISH |
Spacer

reLecture in der Lehre

reLecture ermöglicht es Lehrenden auf kostengünstige und komfortable Weise, Vorlesungsaufzeichnungen und Schulungspräsentationen in elektronischer Form bereitzustellen, und Lernenden, auf einfache und intuitive Weise, diese Medien abzurufen.

Motivation und Überblick

eLearning - in seinen unterschiedlichsten Ausprägungen - ist schon lange kein reines Forschungsthema mehr, sondern wird mehr und mehr zum festen Bestandteil der Lehre an den Hochschulen. Dies zeigt sich beispielsweise daran, dass viele neu berufene Professoren heute die Auflage erhalten, eLearning-Aspekte in ihr Lehrangebot zu integrieren. Auch in Unternehmen wird eLearning, z.B. im Rahmen von Computer Based Trainings, vermehrt praktisch eingesetzt.

Ziel der meisten Professoren ist es, aufbauend auf den regulären Präsenzvorlesungen möglichst einfach ein umfassendes Angebot für Studierende zur Vor- und Nachbereitung des Vorlesungsstoffes bereitzustellen. Ein probates Mittel ist die Erstellung von Vorlesungsaufzeichnungen, mit deren Hilfe Studierende verpasste Vorlesungen nacharbeiten können oder für die Klausurvorbereitung zurückliegende Veranstaltungsteile wiederholen können.

Viele der heute verfügbaren Produkte sind jedoch nicht auf den konkreten Bedarf der Hochschulen ausgerichtet. So haben Professoren nur selten multimedial eingerichtete Hörsäle zur Verfügung, sodass benötigte Technik wie z.B. Kameras und dergleichen jedes Mal auf- und abgebaut werden müssen, was aufwändig und personalintensiv ist. Weiterhin ist Aufwand für eine eingehende Nachbearbeitung der erstellten Aufzeichnungen kaum zu leisten. Ein weiteres Hindernis ist, dass viele Professoren, insbesondere aus technikfernen Fachbereichen, nicht technisch versiert genug sind (bzw. es nicht sein wollen), um die Aufzeichnungen auf einen Webserver oder über ein LMS (Learning Management System) den Studierenden zur Verfügung zu stellen.

Benötigt wird ein System, das auf den konkreten Bedarf der Studierenden angepasst ist und für die Lehrenden mit geringem Aufwand verbunden ist. Wichtig ist es in der Praxis, die heutzutage üblicherweise verwendeten und bereits vorhandenen Medien (wie bspw. Powerpoint-Folien) während und nach der Vorlesung einfach, ohne viel technisches Wissen und Aufwand ergänzen zu können, und diese anschließend automatisiert in eine online abrufbare Vorlesungsaufzeichnung zu überführen. Genau das bietet "reLecture".

Workflow
Abbildung 1: Workflow mit reLecture

In Abbildung 1 ist der grundsätzliche Ablauf dargestellt. Im Folgenden werden die Schritte hinsichtlich ihrer wesentlichen Charakteristiken kurz erläutert.

Aufzeichnung

Der "reLecture-Presenter" kann eine Vorlesung, während sie gehalten wird, aufzeichnen. Die Vorgehensweise für den Dozenten ist dabei so, wie er es von Powerpoint gewohnt ist. Der "reLecture-Recorder" ermöglicht es dem Vortragenden, die Vortragsfolien (Powerpoint, Webseiten etc.) mit Hervorhebungen und Linien zu versehen und einen "virtuellen" Laserpointer zu verwenden. Die Folien, die Stimme des Vortragenden sowie die Annotationen auf den Folien werden in einem XML-Dokument sowie in zugehörigen Mediendateien gespeichert. Dabei werden ausschließlich offene Standards verwendet, die somit auch in anderen Programmen weiter verwendbar sind, keine Lizenzkosten verursachen und weithin verfügbar sind. Der "reLecture-Presenter" ist freie Software und somit kostenfrei nutzbar.

Screenshot Presenter
Abbildung 2: Der reLecture-Presenter (ältere Version; Notizen ausgeblendet)

Die Annotationsmöglichkeiten dienen dazu, die Aufmerksamkeit der Studierenden auf bestimmte Bildschirminhalte zu fokussieren und andererseits Anmerkungen und Verbesserungen direkt in die Präsentation zu integrieren, so dass eine Steigerung der Interaktivität der Vorlesung erzielt werden kann. Bis auf das Anbringen des Mikrofons oder den Anschluss an die Hörsaaltontechnik ist für den Vortragenden kein zusätzlicher Aufwand für das Erstellen der Aufzeichnung erforderlich.

Der reLecture-Presenter unterstützt bis zu drei Bildschirme: Auf dem Dozentenbildschirm (Notebook/Tablet-PC) sieht der Dozent die Folie, kann Annotationstools nutzen und sieht auf Wunsch seinePowerpoint-Notizen. Auf zwei weiteren Bildschirmen (Beamer) sehen die Studierenden die Folien im Großformat bzw. die vorherige Folie. Das Aufzeichnungstool ist somit sowohl in kleinem Rahmen (Ein- oder Zweibildschirmmodus) als auch in einem mit mehreren Beamern ausgestattetem Multimediahörsaal einsetzbar.

Nachbearbeitung

Der "reLecture-Editor", der ebenfalls offen und frei verfügbar ist, ermöglicht eine Nachbearbeitung der erstellten Aufzeichnungen. Folien können gelöscht und verschoben werden, sowie Zusatzinformationen geändert und ergänzt werden.

Mit reLecture oftmals keine oder nur eine minimale Nachbearbeitung erforderlich, insbesondere entfällt ein aufwändiger Videoschnitt. Metadaten wie Folientitel werden direkt vom reLecture-Presenter aus den Medien (z.B. PowerPoint-Folien) extrahiert, sodass diese nicht mehr manuell ergänzt werden müssen und direkt für eine nutzerfreundliche Navigation durch das aufgezeichnete Material verfügbar sind.

Bereitstellung

Nach der Aufzeichnung und evtl. Nachbearbeitung werden die Vorlesungsaufzeichnungen im Web den Studierenden zugänglich gemacht. Der "reLecture-Publisher" automatisiert diesen Vorgang weitgehend (Achtung, diese Funktion ist noch im experimentellen Stadium. Wir unterstützen Sie jedoch gerne. Sprechen Sie uns an.). Es ist kein technisches Know-How erforderlich. Die Hochschulen/Dozenten müssen keine eigenen Server betreiben und auch keine manuellen Schritte mehr durchführen.

Wiedergabe

Nach der Bereitstellung sind die Vorlesungsaufzeichnungen online verfügbar. Die Studierenden können die Aufzeichnungen mit Hilfe eines einfachen Webbrowsers abrufen. Eine bequeme Navigation gibt Kontrolle und Übersicht. Zu den einzelnen Folien hören die Studierenden die Sprachaufzeichnung des Dozenten und sehen den Laserpointer und Annotationen auf den Folien.

Screenshot Player
Abbildung 3: Wiedergabe über den reLecture-Viewer (Vorgänger des reLecture-Player)

reLecture fokussiert sich auf die wesentlichen Inhalte, d.h. von Studenten wenig nachgefragte Medien wie ein Videobild des Dozenten werden nicht wiedergegeben. Dies senkt zum einen den Aufwand für das Erstellen von Aufzeichnungen erheblich, zum anderen sind die Datenmengen, die zur Wiedergabe übertragen werden müssen, deutlich geringer. reLecture ermöglicht damit eine flüssige Wiedergabe von Vorlesungsaufzeichnungen auch bei langsamen Internetverbindungen und ist somit auch von unterwegs nutzbar.

Was spricht noch für reLecture?

reLecture ist frei verfügbar und verwendet offene Formate zur Speicherung der Aufzeichnungen. Nicht zuletzt aus diesem Grund zeichnet sich bereits heute ein reges Interesse an reLecture ab. Durch eine Internationalisierung der Programme und der Menüführungen ist reLecture nicht nur im deutschsprachigen Raum einsetzbar, sondern kann auch im Ausland verwendet werden.

reLecture ist stark anwenderzentriert ausgelegt: Der Nutzen für die Lehrenden und die Lernenden steht im Vordergrund, nicht die eingesetzte Technik. Einfache, intuitive Bedienung zeichnet reLecture aus, wobei dennoch alle wesentlichen Funktionalitäten bereitgestellt werden. Das Erstellen eine Vorlesungsaufzeichnung ist mit reLecture ähnlich viel bzw. wenig Arbeit wie eine normale Folienpräsentation mit Powerpoint. Probieren Sie reLecture aus!

Vorteile für Dozenten

  • einfach zu bedienen
  • keine besonderen Vorkenntnisse erforderlich
  • wie gewohnt präsentieren
  • minimaler Aufwand für Aufzeichnung, Nachbearbeitung und Publikation
  • keine Lizenzkosten
  • kein eigener Server erforderlich
  • Verwendung freier, offener Formate, was eine Nutzung auch mit anderen Softwareprodukten ermöglicht

Vorteile für Studierende

  • Auf den Bedarf der Studierenden abgestimmt
  • Aufzeichnungen einfach abrufbar
  • keine spezielle Software erforderlich (nur Webbrowser mit Flash-Player)
  • bewährte Navigation
  • geringer Bandbreitebedarf